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BGR 133

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Die BGR 133 wurde durch die ASR A2.2 ersetzt ! Diese hat ab 09/2013 alleinige Gültigkeit !

 

Berufsgenossenschaftliche Regel für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit BGR 133

(bislang  ZH 1/201)

 

BG-Regel Regeln für die Ausrüstung von Arbeitsstätten

mit Feuerlöschern

April 1994 – Ausgabe 11/97

 

Fachausschuß „Nahrungs- und Genußmittel“ der BGZ

 

VBG

Verwaltungs-Berufsgenossenschaft

die Berufsgenossenschaft

der Banken, Versicherungen, Verwaltungen, freien Berufe und besonderer Unternehmen

 

Berufsgenossenschaftliche Regel für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

 

BGR 133

(bislang  ZH 1/201)

 

Fachausschuß „Nahrungs- und Genußmittel“ der BGZ

 

VBG

Verwaltungs-Berufsgenossenschaft

die Berufsgenossenschaft

 

der Banken, Versicherungen, Verwaltungen, freien Berufe und besonderer Unternehmen

Inhaltsverzeichnis

 

Seite

 

 

Vorbemerkung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .         4

 

 

1

Anwendungsbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

4

 

 

2

 

Begriffsbestimmungen  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

 

4

 

 

3

 

Allgemeine Anforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

 

6

 

 

4

 

Bauarten, Eignung und Anzahl der Feuerlöscher . . . . . . . . . . . . .

 

7

 

4.1

Bauartzulassung  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

7

 

4.2

Eignung von Feuerlöschern . . . . . . . . . . . . .

7

 

4.3

Feuerlöscherbauarten, Löschvermögen

und Löschmitteleinheit . . . . . . . . . . . . . . . .

 

8

 

4.4

Brandgefährdung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

10

 

4.5

Anzahl der bereitzustellenden Feuerlöscher

und deren Aufstellung . . . . . . . . . . . . . . . . .

13

 

4.6

Einsatz in staubexplosionsgefährdeten

Bereichen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

16

         

5

Betrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

18

 

6

 

Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

 

18

 

7

 

Zeitpunkt der Anwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

 

19

 

Anhang 1:   Rechenbeispiele . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .     20

 

Anhang 2:   Feuerlöscher nach DIN 14 406  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .     22

Anhang 3:   Muster für eine Beschriftung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .     23

 

Anhang 4:  Abschnitt 4.3 in Verbindung mit Abschnitt 4.2 der vorhergehenden Ausgabe vom Januar 1978

der bisherigen Sicherheitsregeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .     24

 

Anhang 5:   Vorschriften und Regeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .     27

 

 

 

Vorbemerkung

 

Diese Berufsgenossenschaftlichen Regeln für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (BG-Regeln) wurden in Zusammenarbeit mit dem Bun- desverband der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand e.V. (BAGUV), dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und dem Verband der Sachversicherer (VdS) erarbeitet.

 

 

 

1 Anwendungsbereich

 

1.1          Diese Regeln finden Anwendung bei  der  Ausrüstung von Arbeitsstätten mit Feuerlöschern  zur  Bekämpfung von Ent- stehungsbränden.

 

1.2          Diese Regeln finden keine Anwendung in  Bereichen, die durch besondere gesetzliche Bestimmungen geregelt sind.

Dies sind z.B.

–   Anlagen, die der Verordnung über brennbare Flüssig- keiten (VbF) unterliegen,

–   Garagen, die den Garagenverordnungen der Länder unterliegen,

–   Wasserfahrzeuge  und   schwimmende  Geräte   mit

Betriebserlaubnis. Hinweis:

Nach der FCKW-Halon-Verbots-Verordnung dürfen Halon-

löscher nur noch mit Ausnahmegenehmigung  eingesetzt werden.

 

 

 

2 Begriffsbestimmungen

 

2.1          Feuerlöscher  im Sinne dieser Regeln sind tragbare  Feuer- löscher und ohne eigenen Kraftantrieb fahrbare Löschgeräte.

 

2.2          Löschvermögen  ist  die  Fähigkeit eines Feuerlöschers,  ein genormtes Brandobjekt  mit  einer  maximalen  Löschmittel- menge zu löschen.

 

 

 

Siehe DIN EN 3-4 „Tragbare Feuerlöscher; Füllmengen, Mindestanforderungen an das Löschvermögen“.

Das Löschvermögen  ist auf Feuerlöschern  als Leistungs- klasse nach DIN EN 3-5 „Tragbare Feuerlöscher; Zusätzli- che Anforderungen und Prüfungen“ aufgedruckt.

Muster einer Beschriftung siehe Anhang 3.

 

2.3          Löschmitteleinheit LE ist eine eingeführte Hilfsgröße, die es er- möglicht,   die   Leistungsfähigkeit unterschiedlicher  Feuer- löscherbauarten zu vergleichen und das Löschvermögen der Feuerlöscher zu addieren.

 

2.4          Arbeitsstätten im Sinne dieser Regeln sind insbesondere

–   Arbeitsräume in  Gebäuden, einschließlich Ausbildungs- stätten,

–   Arbeitsplätze auf dem Betriebsgelände im Freien,

–   Baustellen,

–   Verkaufsstände im  Freien, die  im  Zusammenhang mit

Ladengeschäften stehen,

–   Wasserfahrzeuge und schwimmende Geräte auf Binnen- gewässern.

 

Zur Arbeitsstätte gehören auch

–   Verkehrswege,

–   Lager-, Maschinen- und Nebenräume,

–    Pausen-, Bereitschafts-,  Liegeräume und  Räume für körperliche Ausgleichsübungen,

–   Umkleide-, Wasch- und Toilettenräume (Sanitärräume),

–   Sanitätsräume.

 

Für Wasserfahrzeuge und schwimmende Geräte auf Bin- nengewässern gelten unter Umständen besondere gesetz- liche Vorschriften.

 

2.5          Sachkundiger für die Prüfung von Feuerlöschern ist, wer auf- grund seiner fachlichen Ausbildung und Erfahrung aus- reichende Kenntnisse auf dem Gebiet der Feuerlöscher hat und mit den einschlägigen staatlichen Arbeitsschutzvorschrif-

 

 

 

ten,  Berufsgenossenschaftlichen  Vorschriften für  Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (BG-Vorschriften), Richtlinien und allgemein anerkannten Regeln der Technik (z.B. DIN-Nor- men, technische Regeln anderer Mitgliedstaaten der Europäi- schen Union oder anderer Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum) soweit vertraut ist, daß er den funktionssicheren Zustand von Feuerlöschern beur- teilen kann.

Anforderungen an Sachkundige für tragbare Feuerlöscher siehe DIN 14 406-4 „Tragbare Feuerlöscher; Instandhal- tung“.

Für fahrbare Feuerlöschgeräte siehe § 32 Druckbehälter- verordnung mit zugehörigen Technischen Regeln Druck- behälter TRB 502 „Sachkundiger nach § 32 DruckbehV“.

 

 

3 Allgemeine Anforderungen

 

3.1          Arbeitsstätten sind nach den Bestimmungen dieser Regeln mit

Feuerlöschern auszurüsten.

 

3.2          Feuerlöscher  müssen nach den Bestimmungen dieser Regeln und im übrigen den allgemein anerkannten Regeln der Tech- nik entsprechend beschaffen sein, betrieben und geprüft wer- den. Abweichungen von den allgemein anerkannten Regeln der Technik sind zulässig, wenn die gleiche Sicherheit auf andere Weise gewährleistet ist.

Allgemein anerkannte Regeln der Technik sind z.B. die im

Anhang 5 aufgeführten Vorschriften und Regeln.

 

3.3          Die  in  diesen  Regeln enthaltenen technischen Lösungen schließen andere, mindestens ebenso sichere Lösungen nicht aus, die auch in technischen Regeln anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder anderer Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ihren Niederschlag gefunden haben können.

 

3.4          Prüfberichte von Prüflaboratorien, die in anderen Mitglied- staaten der Europäischen Union oder in anderen Vertrags- staaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschafts-

 

 

 

raum zugelassen sind, werden in gleicher Weise wie deut- sche Prüfberichte berücksichtigt, wenn die den Prüfberichten dieser Stellen zugrundeliegenden Prüfungen, Prüfverfahren und konstruktiven Anforderungen denen der deutschen Stelle gleichwertig sind. Um derartige Stellen handelt es sich vor allem dann, wenn diese die in der Normenreihe EN 45 000 niedergelegten Anforderungen erfüllen.

 

 

 

4 Bauarten, Eignung und Anzahl der Feuerlöscher

 

4.1          Bauartzulassung

 

Feuerlöscher  müssen amtlich geprüft und zugelassen sein sowie das Zulassungskennzeichen tragen.

Prüfungen und Anforderungen siehe DIN EN 3 „Tragbare

Feuerlöscher“.

 

Siehe auch Abschnitt 3.4.

 

Feuerlöscher, die vor Veröffentlichung der DIN EN 3 in Verkehr gebracht wurden, sind nach DIN 14 406-1 „Trag- bare  Feuerlöscher; Begriffe, Bauarten, Anforderungen“ und DIN 14 406-2 „Tragbare Feuerlöscher; Brandschutz- technische Typprüfung“ zugelassen worden.

DIN 14 406 Teile 1 und 2, Ausgaben Februar 1983, sind nach Erscheinen von DIN EN 3 im April 1991  zurückge- zogen worden. Sie können jedoch unter Angabe des Aus- gabedatums noch vom Beuth Verlag GmbH, Burggrafen- straße 6, 10787  Berlin, bezogen werden.

Werden  in  bestimmten Bereichen ausschließlich Feuer- löscher nach  DIN  14 406   eingesetzt, kann  weiterhin Abschnitt 4.3 in Verbindung mit Abschnitt 4.2 der vorher- gehenden Ausgabe Januar 1978  der bisherigen Sicher- heitsregeln, die als Anhang 4 abgedruckt sind, angewen- det werden; siehe auch Anhang 2.

 

 

4.2          Eignung von Feuerlöschern

 

Feuerlöscher müssen entsprechend  der folgenden Tabelle für ihren Einsatzzweck geeignet sein.

 

 

 

 

 

Brandklassen DIN EN 2

A                    B                      C                     D

zu löschende Stoffe

Arten von Feuerlöschern

Feste, glut- bildende Stoffe

Flüssige oder flüssig werdende Stoffe

Gasförmige Stoffe, auch unter Druck

Brennbare Metalle (Einsatz nur mit Pulver- brause)

Pulverlöscher

mit ABC-Löschpulver

 

+

 

+

 

+

 

Pulverlöscher

mit BC-Löschpulver

 

 

+

 

+

 

Pulverlöscher

mit Metallbrandpulver

 

 

 

 

+

Kohlendioxidlöscher*)

+

Wasserlöscher (auch mit Zusätzen, z.B. Netzmittel, Frostschutzmittel oder Korrosionsschutzmittel)

 

 

 

+

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wasserlöscher mit Zusätzen, die in Verbindung mit Wasser auch Brände der Brandklasse B löschen

 

 

 

+

 

 

 

+

 

 

 

 

 

 

Schaumlöscher

+

+

+ = geeignet            – = nicht geeignet

*) Auf Wasserfahrzeugen und schwimmenden Geräten nicht zulässig.

 

Tabelle 1: Eignung für den jeweiligen Einsatzzweck

 

4.3          Feuerlöscherbauarten, Löschvermögen und Löschmitteleinheit

 

Für die Einstufung eines Feuerlöschers ist DIN EN 3 „Tragbare

Feuerlöscher“ zu beachten.

 

Nach DIN EN 3 ist nicht mehr die Löschmittelmenge, son- dern das Löschvermögen für die Einstufung eines Feuer- löschers maßgeblich.

 

Das Löschvermögen wird als Leistungsklasse durch Zahlen- Buchstaben-Kombinationen angegeben,   die   auf   den Feuerlöschern aufgedruckt sind. Die Zahl bezeichnet das Löschobjekt, der  Buchstabe die  Brandklasse; siehe Anhang 3. Je nach Leistung des Gerätes und des Lösch- mittels kann das gleiche Löschvermögen auch mit einer geringeren Löschmittelmenge erreicht werden, als der in DIN EN 3 angegebenen Maximalmenge.

 

 

 

Bei Feuerlöschern nach DIN 14 406 ist die Einstufung nur nach der Löschmittelmenge möglich; siehe Erläuterungen zu Abschnitt 4.1.

 

Beispielsweise wird  für die Zulassung eines ABC-Pulver- löschers mit 6 kg Füllmenge ein Löschvermögen von 21 A

113 B gefordert. Dieses Löschvermögen kann ein entspre- chend  ausgerüsteter 4  kg-Löscher ebenfalls erreichen. Unabhängig von der Füllmenge ist das Löschvermögen beider Geräte gleich.

 

Das Löschvermögen nach DIN EN 3 kann nicht addiert werden.  Deshalb wird  als Hilfsgröße die  „Löschmittel- einheit  LE“  eingeführt.  Den  Feuerlöschern wird   eine bestimmte Anzahl von LE zugeordnet. Die vorstehend im Beispiel genannten Feuerlöscher  von 4  kg  bzw.  6  kg haben die gleichen Löschmitteleinheiten.

 

Beispiel für die Beschriftung siehe Anhang 3.

 

 

 

 

 

LE

Feuerlöscher nach DIN EN 3

A

B

1

5 A

21 B

2

8 A

34 B

3

 

55 B

4

13 A

70 B

 

5

 

 

89 B

6

21 A

113 B

9

27 A

144 B

10

34 A

 

12

43 A

183 B

15

55 A

233 B

 

Tabelle 2:  Löschmitteleinheiten LE  und Feuerlöscherarten nach DIN EN 3

 

 

 

Werden Feuerlöscher für die Brandklassen A und B einge- setzt und haben sie für die Brandklassen unterschiedliche Löschmitteleinheiten  LE, ist der niedrigere Wert anzuset- zen.

 

4.4          Brandgefährdung

Betriebsbereiche sind je nach Brandgefährdung in eine der folgenden Brandgefährdungsklassen einzustufen:

1.  Geringe Brandgefährdung,

2.  mittlere Brandgefährdung,

3.  große Brandgefährdung.

Geringe Brandgefährdung liegt vor, wenn Stoffe mit gerin- ger Entzündbarkeit vorhanden sind und die örtlichen und betrieblichen Verhältnisse nur geringe Möglichkeiten für eine Brandentstehung bieten und wenn im Falle eines Bran- des mit geringer Brandausbreitung zu rechnen ist.

 

Mittlere Brandgefährdung liegt vor, wenn Stoffe mit hoher Entzündbarkeit vorhanden sind  und  die  örtlichen und betrieblichen Verhältnisse für die Brandentstehung günstig sind, jedoch keine große Brandausbreitung in der An- fangsphase zu erwarten ist.

 

Große Brandgefährdung liegt vor, wenn

–   durch Stoffe mit hoher Entzündbarkeit und durch die örtlichen und betrieblichen Verhältnisse  große Mög- lichkeiten für eine Brandentstehung gegeben sind

und

–   in der Anfangsphase mit großer Brandausbreitung zu rechnen ist

oder

–   eine Zuordnung in mittlere oder geringe Brandgefähr- dung nicht möglich ist.

Beispielhafte Zuordnung von Betriebsbereichen zur Brand- gefährdung siehe Tabelle 3.

 

 

1. Verkauf, Handel, Lagerung

 

Brandgefährdung

gering

mittel

groß

Lager mit nichtbrennbaren Baustoffen, z.B. Fliesen, Keramik mit geringem Ver- packungsanteil

Verkaufsräume mit nichtbrennbaren Artikeln, z.B. Getränke, Pflanzen und Frischblumen, Gärtnereien

Lager mit nichtbrennbaren Stoffen und geringem Verpackungsmaterial

Lager mit brennbarem Material

Holzlager im Freien

Verkaufsräume mit brennbaren Artikeln, z.B. Buchhandel, Radio-Fernsehhandel, Lebensmittel, Textilien, Papier, Foto,

Bau-Heimwerkermarkt, Bäckereien, Chemischreinigung Ausstellung/Lager für Möbel Lagerbereich für Leergut und Verpackungsmaterial

Reifenlager

Lager mit leichtentzündlichen bzw. leicht entflammbaren Stoffen Speditionslager

Lager mit Lacken und Lösungsmitteln

Altpapierlager

Baumwollager, Holzlager, Schaumstoff- lager

 

 

 

 

2. Verwaltung, Dienstleistung

 

Brandgefährdung

gering

mittel

groß

Eingangs- und Empfangshallen von Theatern, Verwaltungsgebäuden, Arzt- praxen, Anwaltspraxen, EDV-Bereiche ohne Papier, Bürobereiche ohne Akten- lagerung, Büchereien

EDV-Bereiche mit Papier

Küchen, Gastbereiche mit Hotels, Pensionen

Bürobereiche mit Aktenlagerung

Archive

Kinos, Diskotheken Theaterbühnen Abfallsammelräume

 

 

 

3. Industrie

 

Brandgefährdung

gering

mittel

groß

Ziegelei, Betonwerk

Herstellung von Glas und Keramik Papierherstellung im Naßbereich Konservenfabrik

Herstellung elektrotechnischer Artikel/ Geräte

Brauereien/Getränke Stahlbau Maschinenbau

Brotfabrik

Leder- und Kunststoffverarbeitung Herstellung von Gummiwaren Kunststoff-Spritzgießerei Kartonagen

Montage von Kfz/Haushaltsgroßgeräten

Baustellen ohne Feuerarbeiten

Möbelherstellung, Spanplattenherstel- lung, Webereien, Spinnereien,  Herstel- lung von Papier im Trockenbereich, Verarbeitung von Papier, Getreide- mühlen und Futtermittel, Baustellen mit Feuerarbeiten, Schaumstoff-, Dach- pappenherstellung, Verarbeitung von brennbaren Lacken und Klebern, Lak- kier- und Pulverbeschichtungsanlagen und -geräte, Raffinerien, Öl-Härtereien, Druckereien, Petrochemische Anlagen, Verarbeitung von brennbaren Chemikalien

 

4. Handwerk

 

Brandgefährdung

gering

mittel

groß

Gärtnerei, Galvanik, Dreherei, mechanische Metallbearbeitung, Fräserei, Bohrerei, Stanzerei

Schlosserei, Vulkanisierung, Leder/ Kunstleder und Textilverarbeitung, Backbetrieb, Elektrowerkstatt

Kfz-Werkstatt Tischlerei/Schreinerei Polsterei

 

Tabelle 3:   Beispielhafte Zuordnung von Betriebsbereichen zur Brandgefährdung

Betriebliche Eigenheiten sind bei der Einordnung entsprechend zu berücksichtigen

 

 

 

4.5          Anzahl   der   bereitzustellenden Feuerlöscher und   deren

Aufstellung

 

4.5.1       Feuerlöscher müssen nach Art und Umfang der Brandgefähr- dung und der Größe des zu schützenden Bereiches in aus- reichender Zahl bereitgestellt sein.

 

4.5.2       Die für einen Bereich erforderliche Anzahl von Feuerlöschern mit dem entsprechenden Löschvermögen für die Brandklassen A  und B sind nach den Tabellen 2  und 4  zu  ermitteln. Zunächst sind – ausgehend von der Brandgefährdung und der Grundfläche – nach Tabelle 4  die  Löschmitteleinheiten  zu ermitteln. Aus Tabelle 2 kann die entsprechende Art, Anzahl und Größe der Feuerlöscher entnommen werden, wobei die Summe der Löschmitteleinheiten der aus der Tabelle 4 ent- nommenen Zahl entsprechen muß.

 

4.5.3       Falls erforderlich, können zusätzlich entweder größere fahr- bare Löschgeräte der zugehörigen Brandklasse, z.B. fahrbare Pulverlöschgeräte,     fahrbare      Kohlendioxidlöschgeräte, Schaumlöschgeräte für die Erzeugung von Schwer-, Mittel- und Leichtschaum, Wandhydranten oder ortsfeste Feuerlösch- anlagen eingesetzt werden.

 

4.5.4       Zur allgemeinen Brandbekämpfung dürfen Pulverlöscher mit einem Inhalt bis einschließlich 2 kg nicht verwendet werden.

 

4.5.5       Zur Minderung von Folgeschäden sollten – sofern geeignet – Feuerlöscher mit Wasser, mit Wasser mit Zusätzen bzw. mit Schaum in Betracht gezogen werden.

 

4.5.6       Treten Brandgefahren durch gasförmige Stoffe oder brenn- bare Metalle auf, sind diese Bereiche nach den betrieblichen Erfordernissen durch Feuerlöscher zu schützen, die auch für die Brandklasse C oder D zugelassen sind.

 

4.5.7       Bei der Ausrüstung von Arbeitsstätten mit Feuerlöschern kön- nen andere geeignete Feuerlöscheinrichtungen, z.B. Wand- hydranten, berücksichtigt werden. Davon ausgenommen sind ortsfeste Löschanlagen.

 

 

 

Wandhydranten können unter den folgenden Vorausset- zungen bei der Ausrüstung von Arbeitsstätten mit Feuerlö- schern berücksichtigt werden:

1.  Das Löschmittel der Wandhydranten ist für die ange- troffenen Brandklassen geeignet (siehe Tabelle 1),

2.  es handelt sich bei den in Frage kommenden Systemen um Wandhydranten  mit formbeständigem Schlauch oder gleichwertiger Einrichtung,

3.  eine ausreichende Anzahl  von Personen ist in  der

Handhabung dieser Wandhydranten unterwiesen.

Die Anrechnung der Wandhydranten erfolgt nach folgen- den Kriterien:

1.  Bei Gebäuden/Geschossen mit einer Grundfläche von

0 bis 400 m2  erfolgt keine Anrechnung von Wandhy- dranten.  Die  Ausstattung mit  Feuerlöschern erfolgt gemäß Tabelle 4.

2.  Bei  Gebäuden/Geschossen mit  einer  Grundfläche

> 400 m2  können bis zu 1/3  der nach Tabelle 4 erfor- derlichen Löschmitteleinheiten durch Wandhydranten ersetzt werden. Hierbei entspricht ein Wandhydrant

18 Löschmitteleinheiten.

4.5.8       In jedem Geschoß ist mindestens 1 Feuerlöscher bereitzustel- len.

Feuerlöscher sollen zweckmäßig in der Arbeitsstätte ver- teilt sein. Bei einer größeren Anzahl von Feuerlöschern empfiehlt  es sich, mehrere Feuerlöscher zu „Stützpunkten“ zusammenzufassen bzw. Großlöschgeräte zur Verfügung zu stellen.

 

 

 

 

 

 

Grundfläche bis

m2

Löschmitteleinheiten

geringe Brand- gefährdung

mittlere Brand- gefährdung

große Brand- gefährdung

 

50

100

200

300

400

500

600

700

800

900

1000

je weitere

250

 

6

9

12

15

18

21

24

27

30

33

36

 

6

 

12

18

24

30

36

42

48

54

60

66

72

 

12

 

18

27

36

45

54

63

72

81

90

99

108

 

18

 

Tabelle 4:   Löschmitteleinheiten  in  Abhängigkeit  von  Grund- fläche und Brandgefährdung

 

 

4.5.9       Feuerlöscher müssen an gut sichtbaren und im Brandfall leicht zugänglichen  Stellen angebracht sein, an  denen sie vor Beschädigungen und Witterungseinflüssen geschützt sind. Die Stellen, an denen sich Feuerlöscher befinden, müssen durch das Brandschutzzeichen F04 „Feuerlöschgerät“ gekennzeich- net sein. Das Zeichen muß der Berufsgenossenschaftlichen Vorschrift für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (BG- Vorschrift) „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz“ (BGV A 8) entsprechen.

 

Anmerkung:

Feuerlöscher sollten nur so hoch über dem Fußboden an- geordnet sein, daß auch kleinere Personen  diese ohne Schwierigkeiten aus der Halterung entnehmen können. Als zweckmäßig hat sich eine Griffhöhe von 80 bis 120 cm erwiesen.

Ist das Feuerlöschgerät gut sichbar angebracht, kann auf eine zusätzliche Kennzeichnung verzichtet werden.

 

 

 

4.6          Einsatz in staubexplosionsgefährdeten Bereichen

Feuerlöscher zum  Einsatz  in  staubexplosionsgefährdeten Bereichen (Zone 11) müssen mit Pulverbrausen bzw. Sprüh- düsen ausgerüstet sein, die  das Aufwirbeln  abgelagerten Staubes beim Löschen verhindern.

Siehe Berufsgenossenschaftliche Regel für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (BG-Regel) „Explosions- schutz-Regeln – (EX-RL)“ (BGR 104).

 

 

 

 

Tabelle 5:   Löschmitteleinheiten in Abhängigkeit der Grundfläche nach

Tabelle 4

 

 

 

5 Betrieb

 

5.1          Feuerlöscher sind funktionsfähig zu erhalten.

 

5.2          Eine ausreichende Anzahl  von Personen  ist in  der  Hand- habung von Feuerlöschern zu unterweisen.

Dort, wo es die örtlichen Verhältnisse zulassen, empfiehlt es sich, in  regelmäßigen Abständen praktische Lösch- übungen mit Feuerlöschern abzuhalten.

 

5.3          Bei  der  Bekämpfung von  Feuer und  Glimmbränden  in staubexplosionsgefährdeten Bereichen (Zone 11) ist darauf zu achten, daß abgelagerter Staub nicht durch den Löschmit- telstrahl aufgewirbelt wird. Hierzu sind z.B. Pulverlöscher mit Pulverbrausen,  Naßlöscher mit  Sprühdüsen oder  Schaum- löscher zu verwenden.

 

 

Bei Wasserlöschern mit Vollstrahl und

 

 

 

Schaumlöschern

bei Wasserlöschern mit Sprühstrahl

3 m,

1 m,

bei Pulverlöschern

bei Kohlendioxidlöschern

1 m,

1 m.

 

5.4          Beim Einsatz von Feuerlöschern  müssen zu elektrischen An- lagen mit Spannungen bis 1000  Volt folgende Sicherheits- abstände eingehalten werden:

 

 

Beim Einsatz von Feuerlöschern in Bereichen mit höherer Spannung siehe DIN VDE 0132  „Brandbekämpfung im Bereich elektrischer Anlagen“.

 

 

 

6 Prüfung

 

 

6.1          Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß Feuerlöscher regel- mäßig, mindestens jedoch alle 2 Jahre, durch einen Sachkun- digen geprüft werden. Über die Ergebnisse der Prüfungen ist Nachweis zu führen. Der Nachweis kann in Form einer Prüf- plakette erbracht werden.

 

 

 

Bei hohen Brandrisiken oder starker Beanspruchung durch Umwelteinflüsse können kürzere Zeitabstände erforderlich sein.

 

6.2          Werden bei der Prüfung Mängel festgestellt, die eine Funk- tionsfähigkeit  des Feuerlöschers nicht mehr gewährleisten, hat der  Unternehmer zu  veranlassen, daß  der  Feuerlöscher instand gesetzt oder durch einen anderen Feuerlöscher ersetzt wird.

Ausführung und Anforderung siehe DIN 14 406-4 „Trag- bare Feuerlöscher; Instandhaltung“.

 

 

7 Zeitpunkt der Anwendung

 

Diese Regeln sind anzuwenden ab 1. April 1994. Sie ersetzen die BG-Regel „Regeln für die Ausrüstung von Arbeitsstätten mit Feuerlöschern“  (BGR 133) vom Januar 1978.

 

 

 

Anhang 1

 

Rechenbeispiele

 

A) Allgemeines Lösungsschema:

1. Schritt –  Ermittlung der Brandklassen

2. Schritt –  Ermittlung der Brandgefährdung nach Tabelle 3

3. Schritt –  Festlegung der Löschmitteleinheiten (LE) nach Tabelle 4

4. Schritt –  Anzahl  der  Feuerlöscher  entsprechend den Löschmittel- einheiten (LE) nach Tabelle 2

 

B)  Rechenbeispiele

Beispiel 1:    Brandklassen A und B

Betriebsbereich 500 m2, mittlere Brandgefährdung. Tabelle 4 ergibt für 500 m2 – 42 LE.

Gewählt  werden  Pulverlöscher mit  Löschvermögen

21 A 113 B, was nach Tabelle 2 für diese Bauart 6 LE

entspricht.

Es sind demnach 42 LE geteilt durch 6 also 7 Feuer- löscher dieser Bauart erforderlich.

 

Beispiel 2:    Brandklassen A und B

Betriebsbereich 700 m2, geringe Brandgefährdung. Tabelle 4 ergibt für 700 m2  – 27 LE. Die Tabelle des

Anhangs 2 ergibt 6 LE für PG 6,

12 LE für PG 12 bzw. 3 LE für S 10. Es können also gewählt werden:

27 geteilt durch 6 ^= 5 Feuerlöscher PG 6 oder

27 geteilt durch 12 ^= 3 Feuerlöscher PG 12 oder

27 geteilt durch 3 ^= 9 Feuerlöscher  S 10.

 

Beispiel 3:    Brandklassen A und B

Anwendung für Feuerlöscher verschiedener Arten.

 

 

 

Betriebsbereich 2000 m2, große Brandgefährdung. Tabelle 4 ergibt für 2000 m2 – 180 LE.

Für diesen Bereich stehen folgende Feuerlöscher nach

DIN 14 406 zur Verfügung:

8 Pulverlöscher PG 6             8 x   6 LE = 48 LE

5 Pulverlöscher PG 12           5 x 12 LE = 60 LE

10 Schaumlöscher  S 10

(für Brandklasse A und B) 10 x   3 LE = 30 LE.

 

Mit diesen Feuerlöschern sind 138  LE  abgedeckt. Es fehlen noch Feuerlöscher für 180 minus 138 = 42 LE. Werden hierfür Feuerlöscher der Bauart 21 A 113 B eingesetzt, wären noch 42 geteilt durch 6 = 7, also 7 zusätzliche Feuerlöscher dieser Bauart zu beschaffen.

 

 

 

Feuerlöscher nach DIN 14 406

 

 

 

LE

Feuerlöscher nach DIN 14 406

A

B

A und B

 

1

2

3

4

5

6

9

10

12

15

 

 

PG 2, W 6*) W 10, S 10

PG 6

 

 

PG 10*) PG 12

 

K 2

P 2

K 6, S 10

 

 

 

P 6

 

 

 

P 12

 

 

PG 2

S 10

 

 

 

PG 6

 

 

PG 10*) PG 12

 

*) TGL  - Feuerlöscher sind DIN-Feuerlöschern gleichzustellen.

 

 

Feuerlöscher nach DIN 14 406  können allein oder mit EN- Feuerlöschern zusammen verwendet  werden,  wenn  die Zuordnung der DIN-Löscher nach dieser Tabelle erfolgt.

Bei Verwendung fahrbarer Feuerlöscher gilt folgende Rege- lung:

PG 50 ^= 4 x PG 12     ^= 48 LE, K 30    ^= 5 x K 6         ^= 15 LE.

 

 

 

Anhang 3

 

 

 

 

Zusätzlich kann auf den Feuerlöscher folgender Hinweis angebracht werden:

 

Dieses Gerät entspricht 12  LE   für  Brandklassen A  und  B  nach

BG-Regel BGR 133.

 

 

 

Anhang 4

 

Abschnitt 4.3  in Verbindung mit Abschnitt 4.2  der vorhergehenden

Ausgabe vom Januar 1978 der bisherigen Sicherheitsregeln

 

4.2          Bauarten und Eignung

Zugelassene tragbare Feuerlöscher1)

 

Arten und

Füllmengen

Löscher- größen

Löscher- bauart2)

Brandklassen DIN EN 2

A               B                 C                D

zu löschende Stoffe

Feste, glut- bildende Stoffe

Flüssige

Stoffe

Gas- förmige Stoffe, auch unter Druck

Brenn- bare Metalle

Pulverlöscher mit ABC-Löschpulver (6 kg und 12 kg)

 

III IV

 

PG  6

PG 12

 

+

+

 

+

+

 

+

+

 

Pulverlöscher mit

BC-Löschpulver

(6 kg und 12 kg)

 

III IV

 

P    6

P 12

 

 

+

+

 

+

+

 

Pulverlöscher mit Metallbrand- Löschpulver

(12 kg)

 

 

 

IV

 

 

 

PM 12

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

+

Kohlensäure- schnee- und

-nebellöscher3) (6 kg)

 

 

 

II

 

 

 

K 6

 

 

 

 

 

 

+

 

 

 

 

 

 

Kohlensäuregas- löscher (6 kg)

 

II

 

K 6

 

 

 

+

 

Halonlöscher3) (4 kg und 6 kg)

II III

HA 4

HA 6

+

+

+

+

Wasserlöscher4) (10 l)

 

III

 

W 10

 

+

 

 

 

+  bedeutet: geeignet

–  bedeutet: nicht geeignet

 

1)    Außer den genannten Löschern gibt es Sonderlöscher, die nur für Sonderzwecke zugelassen und vorzusehen sind, z.B. Schaumlöscher und Kleinlöscher der Größe I, z.B. für den Schutz von Personenkraftwagen.

2)    Zu diesen Angaben kommen weitere, z.B. für das Treibmittel; bei Wasserlöschern zusätzlich für die Frostbeständigkeit.

3)    Vorsicht bei Verwendung in engen, schlecht belüfteten Räumen (siehe DIN 14 406 und 14 270);  siehe Hinweis zu Abschnitt 1.2.

4)    Nicht zu verwenden in elektrischen Anlagen, für die nach VDE 0132  besondere

Vorsichtsmaßnahmen zu treffen sind.

 

 

 

4.3          Anzahl der bereitzustellenden Feuerlöscher

Feuerlöscher sind je nach der Brandgefahr und der Größe der Arbeitsstätte in  ausreichender Anzahl  entsprechend nach- stehender Tabelle bereitzustellen, wobei andere als die in der Tabelle in Abschnitt 4.2 genannten Löscheinrichtungen, aus- genommen ortsfeste Feuerlöschanlagen,   berücksichtigt wer- den können.

Für den Umfang einer Brandgefahr gibt die Tabelle nur Richt- werte.  Besondere Brandgefahren  sind  entsprechend zu berücksichtigen.

Die angegebenen Zahlen gelten für Löscher  der Größe IV (z.B. 12 kg Löschpulver).

Werden kleinere Löscher bereitgestellt,  so sind anstelle eines Feuerlöschers der Größe IV mehrere Feuerlöscher bereitzu- stellen, deren Löschmittelmenge der Größe IV entspricht.

Die Brandklassen nach 4.2 sind zu beachten.

Vgl. § 43 Abs. 4 der BG-Vorschrift „Allgemeine Vorschriften“ (BGV A 1):

„(4) Zum Löschen von Bränden sind Feuerlöscheinrichtungen der Art und Größe des Betriebes entsprechend bereitzustellen und gebrauchsfertig zu  erhalten. Sie dürfen durch Witte- rungseinflüsse, Vibrationen oder andere äußere Einwirkun- gen in ihrer Funktionsfähigkeit nicht beeinträchtigt werden. Von Hand zu betätigende Feuerlöscheinrichtungen   müssen jederzeit schnell und leicht erreichbar sein.“

 

Umfang der Brandgefahr

Anzahl der

Löscher

 

Größe IV

ausreichend für Arbeitsstätte mit einer Grund- fläche bis

für größere Arbeitsstätten zusätzlich

a) geringe Brandgefahr, z.B. mechanische Werk- statt

1

50 m2

 

2

 

150 m2

1 Löscher je weitere 400 m2

b) mittlere Brandgefahr, z.B. Bürobereiche und Materiallager mit geringer Brandlast

1

50 m2

 

2

 

100 m2

1 Löscher je weitere 200 m2

c) größere Brandgefahr, z.B.

Betriebsbereiche und Materiallager mit hoher Brandlast

 

 

2

 

 

50 m2

 

2 Löscher je weitere 200 m2

 

 

 

Ergibt die Tabelle eine größere Anzahl erforderlicher Feuer- löscher, so können mehrere dieser Löscher  durch fahrbare Löschgeräte ersetzt werden. Deren Löschmittelart und -menge muß der der ersetzten Feuerlöscher entsprechen.

 

In jedem Geschoß sollen im Falle a) mindestens ein, im Falle b) und c) mindestens zwei Feuerlöscher vorhanden sein.

 

In besonders brandgefährlichen Bereichen, z.B. in Lackier- anlagen, Trocknungsanlagen usw., können zusätzlich entwe- der größere fahrbare Löschgeräte der zugehörigen Brand- klasse, z.B.  fahrbare  Pulverlöschgeräte  (50  und  250  kg Inhalt), fahrbare Kohlensäure-Löschgeräte  (30  bis 240  kg Inhalt), Schaumlöschgeräte für die Erzeugung von Schwer-, Mittel- und Leichtschaum  oder ortsfeste Feuerlöschanlagen, erforderlich werden.

 

 

 

Anhang 5

 

 

Vorschriften und Regeln

Nachstehend sind die insbesondere zu beachtenden einschlägigen Vor- schriften und Regeln zusammengestellt; siehe auch Abschnitt 3.3:

 

 

 

1. Gesetze/Verordnungen

Bezugsquelle: Buchhandel oder

Carl Heymanns Verlag KG, Luxemburger Straße 449, 50939  Köln

 

Verordnung über brennbare Flüssigkeiten (VbF),

 

Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV) (CHV 4) mit Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR),

 

Verordnung über  Druckbehälter, Druckgasbehälter und  Füllanlagen (Druckbehälterverordnung  – DruckbehV) (CHV 12)  mit zugehörigen Technischen Regeln Druckbehälter  (TRB), insbesondere TRB 502 Sach- kundiger nach § 32 DruckbehV,

 

Verordnung zum Schutz vor gefährlichen Stoffen (Gefahrstoffverord- nung – GefStoffV) mit zugehörigen Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS),  insbesondere „Grenzwerte  in der Luft am Arbeitsplatz; Luft- grenzwerte – (TRGS 900) (CHV 15).

 

 

2. Berufsgenossenschaftliche Vorschriften für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

Bezugsquelle: Berufsgenossenschaft oder

Carl Heymanns Verlag KG, Luxemburger Straße 449, 50939  Köln

 

BG-Vorschrift „Allgemeine Vorschriften“ (BGV A 1),

 

BG-Vorschrift  „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung  am

Arbeitsplatz“ (BGV A 8).

 

 

 

3. Berufsgenossenschaftliche Richtlinien

Bezugsquelle: Berufsgenossenschaft oder

Carl Heymanns Verlag KG, Luxemburger Straße 449, 50939  Köln

BG-Regel „Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit – Explosionsschutz-Regeln – (EX-RL)“ (BGR 104).

 

 

4. DIN-Normen

Bezugsquelle: Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 10787  Berlin

DIN 4066        Hinweisschilder für den Brandschutz,

DIN 14 406-1 Tragbare Feuerlöscher; Begriffe, Bauarten, Anforderun- gen,

DIN 14 406-2  Tragbare  Feuerlöscher; Brandschutztechnische Typ- prüfung,

DIN EN 3        Tragbare Feuerlöscher, DIN EN 2        Brandklassen.

 

5. VDE-Bestimmungen

Bezugsquelle: VDE-Verlag GmbH

Postfach 12 23 05, 10625  Berlin

 

DIN VDE 0132 Brandbekämpfung im Bereich elektrischer Anlagen.

 


 

Gegenüber  der  vorhergehenden Ausgabe  vom  April  1994 wurde

–   Abschnitt 4.5.7  durch Erläuterungen hinsichtlich der Anrech- nung von Wandhydranten ergänzt,

–   Abschnitt 4.5.9  hinsichtlich der Brandschutzkennzeichnung und Anordnung der Feuerlöscher aktualisiert.

Im übrigen wurden die in diesen Regeln in Bezug genommenen

Vorschriften und Regeln aktualisiert.